Inzwischen ist es 10 Jahre her: der tödliche Unfall der damals amtierenden Deutschen Meisterin im Kitesurfen und Drittplatzierte im PKRA Wolrdcup Silke Gorldt. Am 07. Juni 2002 verunglückte die 24jährige Silke aufgrund einer Verkettung von unglücklichen Umständen auf der Fischland-Darß-Kitesurf Tour in Zingst an der Ostsee.

Dieser tragische Unfall hätte vermutlich mit den heutigen Sicherheitssystemen verhindert werden können. Damals gab es jedoch keine Quick-Release oder sonstige Sicherheitssysteme an den Kites. Erst nach diesem Unfall wurde die Kite-Industrie aktiv und brachte die ersten Sicherheitssysteme auf den Markt. Diese entwickelten sich über die Jahre zu zuverlässigen Systemen, die inzwischen an jedem Kite auf dem Markt in verschiedenen Ausführungen zu finden sind.

Silkes Unfall trug also in besonderem Maße dazu bei, dass die Hersteller einen Focus auf die Sicherheitssysteme der Kites richteten und mehr in die Entwicklungsarbeit in diese Systeme investierten. Auch der Handel und die Medien reagierten und widmeten sich in besonderem Maße dieser Thematik. Ebenfalls wurden die Ausbildung von Kite-Lehrern und Schulungsstandards verbessert, um Unfälle zu vermeiden. Insgesamt wird der Sport zwar niemals gefahren- oder unfallfrei sein, aber es konnten dadurch mit Sicherheit eine Vielzahl von schweren Unfällen verhindert und ein sichereres Kiten ermöglicht werden.

Nach dem Unfall von Silke wurde der Silke Gorldt Surfing e.V. (SGS) gegründet, mit dem die erste Jugendförderung im Kite-Sport in Deutschland angeschoben wurde. Jährlich finden Kids Camps und Junior Pro Camps des SGS statt, auf denen Kindern und Jugendlichen ein sicheres Kiten vermittelt wird. Die Kitesurf-Trophy fördert die Pro Camps mit jeweils drei Wildcards für die jährlich stattfindenden nationalen Wettkämpfe der KST.

Silke Gorldt war die beste deutsche Kitesurferin und sie prägte die Szene der damals jungen Sportart entscheidend mit. Die 24jährige Süddeutsche studierte Politik-Wissenschaften in Oldenburg und erzielte große Erfolge bei der Kitesurf-Trophy und auf internationalen Kitesurf-Contests. Der Kitesport hat zwar durch ihren Tod eine besondere Persönlichkeit und herausragende Sportlerin verloren, aber auch viel zu verdanken!

Am 15. Juni 2012 um 18.00 Uhr wird daher der SGS Silke Gorldt in Zingst am Sportstrand gedenken. Alle sind herzlich eingeladen, an diesem Treffen teilzuhaben.

Der Silke Gorldt Surfing e.V. (SGS) ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung des Kinder-, Jugend- und Wettkampfsport im Kitesurfen. Dies erfolgt insbesondere durch die sichere und verantwortungsvolle Heranführung von Kindern und Jugendlichen an den Kitesurf-Sport. Ju-gendliche Kitesurfer werden bei der Ausbildung und Ausübung des Sports unterstützt und begabte leistungsbereite jugendliche Kitesurfer durch individuelle Förderung in Trainingscamps für eine Teilnahme an deutschen und internationalen Wettkämpfen begleitet.

Spendenkonto:
Silke Gorldt Surfing e.V.
Konto-Nr.: 6603210795
BLZ: 100 500 00

E-Mail: info@silkegorldtsurfing.de
Web: www.silkegorldtsurfing.de