Die Feuerprobe für die SGS Junior Pro Camp Teilnehmer des letzten Jahres verlor durch die Leichtwind-Wetterlage zum ersten Tourstopp etwas an Brisanz ....aber nicht an Aufregung.

Für Kevin Stehr und Marc Breede, die im Jahr 2012 erstmals an einem Junior Pro Camp teilgenommen hatten, hiess es also auf der Kitesurf Trophy in Damp (24.-26. Juni 2013) dann erst einmal warten, warten, warten und nochmals warten...auf Wind! Ja, da wurde der Geduldsfaden der beiden Neulinge ordentlich strapaziert. Aber das kennen die Kitesurf-Trophy Teilnehmer leider nur allzu gut ;-). Erst am dritten Tag reichte der Wind für Freestyle. Und das auch nur morgens. Dann brach er ein und die Wettkämpfe konnten nicht bis zum Ende ausgefahren werden. 

Anne Valvatne, die erstmals in 2012 als Trainerin das SGS Junior Pro Camp begleitet hatte, gab den Rookies vor den Heats noch hilfreiche Tipps, die von allen auch dankbar angenommen und soweit es ging umgesetzt wurden. Nils Hippauf, Gewinner des SGS Junior Pro Camp 2012, war da schon etwas gelassener. Könnte man meinen. Denn den Nervenkrieg, wenn es heißt auf Wind warten, kannte er ja eigentlich schon aus dem Vorjahr. Er ist der einzige Teilnehmer des letzten Camps, der in beiden Disziplinen startet - Race und Freestyle. Und für Race gab es immerhin vier Rennen. Nur ist Nils noch nicht mit dem richtigen Racematerial bestückt. Ihm fehlen vor allem große Kites. Da müssen wohl noch ein paar Sponsoren her! Denn der 14er Kite von Nils reichte nicht für die laue Brise, die für die Races in Damp genutzt wurde. Und beim Freestyle hatte Nils dann auch noch ein Materialproblem. Sein Bindung ging kurz vor dem Heat in die Binsen. Da war natürlich Holland in Not! Und vorbei mit der Gelassenheit! Nils war natürlich nicht zufrieden, lässt sich aber nicht beirren. Er sagt: "Jetzt erst recht! Ich werde noch härter trainieren!"

Die Eindrücke von dem ersten Tourstopp der Kitesurf-Trophy 2013 beschrieb Marc uns wie folgt:

Meine erste Kitesurf-Trophy Teilnahme:
Nachdem es am Samstag leider fast den ganzen Tag regnete und nur wenig Wind für die Racer wehte, war für Sonntag endlich Sonne und Wind angesagt. Da allerdings bis dahin noch gar keine Freestyle Wettkämpfe stattgefunden hatten, wurde das Skippers Meeting bereits für 7:30 Uhr angesetzt. Ich hatte war auch noch in den ersten Heat des Tages gesetzt worden, also hieß es um halb sieben Kites aufbauen – von wegen Kiten ist ein entspannter Sport zum ausschlafen. Bei dann doch relativ unbeständigem Wind wurde der erste Heat zunächst für 8:00 Uhr angesetzt und auch gestartet, aber wegen zu wenig Wind doch wieder abgebrochen. Das passierte noch einmal, was ärgerlich für mich war, da ich bei den beiden abgebrochenen Heats zu dem Zeitpunkt in Führung lag. Am späten Vormittag frischte der Wind sehr plötzlich auf und die Wettkämpfe wurden endgültig gestartet. Leider hatte ich in dem Heat dann Pech beim Starten des Kites, kam dadurch zu spät auf's Wasser und hatte in dem auffrischenden Wind auch einen viel zu großen Schirm. Dadurch konnte ich kaum Tricks machen und schied dann doch leider direkt aus. Trotz nicht ganz optimaler Bedingungen war es insgesamt sehr cool und eine gute erste Wettkampferfahrung für mich. Vielen Dank an Pascal von Brandguides für die tolle Organisation und Beantwortung meiner vielen Fragen und an Anne Valvatne, die mir noch letzte gute Tipps vor dem Wettkampf gegeben hat.
 
Na, das hört sich doch schon ganz gut an!
 
Und Kevin hat den ersten Wettkampf so erlebt:

Ich fand den ersten Tourstop der Kitesurf-Trophy ziemlich cool auch wenn Samstag nur Wind für die Racer war und es geregnet hat, kam der Wind am Sonntag dann aber für die Freestyler und die Sonnen schien noch dazu. Für mich war es sehr aufregend, da es mein erster richtiger Heat im Kitesurfen war, obwohl ich die Contest Bedingungen schon vom Kitelandboarden gewöhnt bin. Ich war sehr zu frieden als ich den ersten Heat gewonnen habe, aber bin bei dem zweitem leider ausgeschieden. Insgesamt war es eine coole weitere Erfahrung für mich.
 
Kevin war also zufrieden, denn er gewann seinen ersten Heat. Glückwunsch!

Nun haben die Rookies bis zum zweiten Tourstopp in Warnemünde Zeit zu trainieren (12.-14. Juli 2013). Mehr Infos zur Kitesurf-Trophy und alle Ergebnisse findet Ihr hier!

SGS macht derweil einige Windtänzchen, damit bis dahin gute Trainingsbedingungen herrschen.

Rinnjehaun!

PS: Gute Besserung an dieser Stelle für Jana Rummer! Sie konnte leider nicht an dem ersten Tourstopp der KST teilnehmen, da sie erstmal eine Verletzung richtig auskuriert werden muss. Schade! Aber so ist das manchmal!